KI im Dienst der Tiefe
Werkzeuge im Dienst der Tiefe.
Wir halten beide Seiten fest: Synthetische „Befragte" ersetzen bei uns kein Gespräch — und überall sonst arbeitet KI längst für die Tiefe, in Produktion, auf unserer eigenen Infrastruktur. Das ist kein Kompromiss, sondern eine Arbeitsteilung: Maschinen transkribieren. Menschen antworten.
Die Grenze
Warum die Maschine nie auf der Couch sitzt
Modelle sind statisch. Menschen nicht.
Ein Sprachmodell ist eine Fotografie des gestrigen Internets. Menschen erleben Neues, ändern ihre Meinung, widersprechen sich — genau diese Bewegung ist das Marktsignal. Eine synthetische „Befragte“ kann nur neu mischen, was öffentlich schon gesagt wurde. Das Tiefeninterview sucht das, was noch nicht gesagt ist.
Big Tech beweist es selbst.
Die großen KI-Labore filtern maschinengenerierte Texte aufwendig aus ihren Trainingsdaten und investieren in Wasserzeichen, um sie draußen zu halten. Könnte Modell-Output menschlichen Output ersetzen, würde niemand dafür bezahlen, ihn auszuschließen. Sie behandeln menschliche Daten als das, was sie sind: unersetzlich.
Der Turing-Fehlschluss.
Studien, nach denen Sprachmodelle den „Turing-Test der Marktforschung“ bestehen, beweisen Ununterscheidbarkeit im Gespräch — mehr nicht. Dass eine Simulation überzeugt, sagt nichts darüber, ob sie reale Markttrends abbildet. Ein perfekter Schauspieler ist kein Zeuge.
Im Einsatz
Was heute schon bei uns arbeitet
- Co-Creation mit Bildmodellen
- Befragte machen mitten im Gespräch innere Bilder sichtbar, für die ihnen die Worte fehlen — gemeinsam mit generativen Modellen. Das Bild wird Teil der Forschungsbegegnung, nicht ihr Ersatz.
- Transkription in vielen Sprachen
- Jedes Gespräch wird durchsuchbarer Text, in Dutzenden Sprachen — auf unseren eigenen Servern. Kein Interview verlässt dafür unsere Infrastruktur.
- Agentengestützte Analyse
- Agenten arbeiten in der Schleife über dem Studienmaterial — für unsere Forscherinnen und, auf Wunsch, direkt für unsere Kunden. Jede Aussage bleibt an das Original-Zitat gebunden: nachprüfbar bis ins Wort.
Alles selbst gehostet. Interviews, Transkripte und Analysen verlassen unsere Server nicht.
Befragen Sie die Studie
Eine Studie muss kein PDF bleiben. Auf Wunsch erhalten Sie Ihr Ergebnis als Agenten, der ausschließlich auf den Transkripten Ihrer Studie steht — jede Antwort belegt mit dem wörtlichen Zitat. Aus einem Bericht wird ein Ort, an dem Sie weiterfragen können. Auch noch Monate später.
Werkstatt
Woran wir arbeiten
- Moderator-Copilot
- Ein zweiter Bildschirm während Interview und Group: offene Fäden, Widersprüche, Leitfaden-Abdeckung. Die Psychologin bleibt im Gespräch, die Maschine hält die Landkarte.
- Das Institutsgedächtnis
- Jahrzehnte anonymisierter Transkripte als befragbarer Korpus. Wie klang Vertrauen in Banken 2009 — und wie heute? Muster über Studien und Jahrzehnte hinweg, die kein Einzelgedächtnis halten kann.
- Anonymisierung als Pipeline
- Automatische Entfernung persönlicher Daten aus Transkripten, Audio und Video — die ethische Voraussetzung für alles oben, und selbst ein Versprechen an unsere Befragten.
- Panel-Hygiene
- Wir argumentieren, dass Bots Online-Panels vergiften. Wir können es auch nachweisen: Erkennung professioneller Befragter und maschinengeschriebener Screener-Antworten.
- Hypothesen-Sparring
- Vor dem Feld spielt das Modell den Advocatus Diaboli gegen Leitfaden und Hypothesen — niemals den Befragten.
Wie das im Ablauf einer Studie zusammenspielt, steht auf der Methoden-Seite — und wenn Sie eine dieser Ideen für Ihr Haus durchdenken wollen: sprechen wir.